Tag 21 Der Vatikan

Ich wollte schon immer mal den Peters Dom sehen. So machten wir uns also auf in das Herz des Katholizismus. Wir fuhren erst mit dem Bus und gingen die restlichen Kilometer zu Fuß. So sieht man mehr von der Stadt 😉
Wir folgten einer Mauer entlang (Kein Plan zu welchem Gebäude dieses Bollwerk gehörte) und kamen nach einiger Zeit schließlich beim Vatikan an. Vor uns der zentrale Platz, Der Peters Dom direkt vor uns, neben uns die Statuen von Heiligen und Päpsten (nehme ich an). Die Wirkung des Ortes ist unbeschreiblich. Alles ist aus weiß und von gigantischen Ausmaßen.
Der Peters Dom an sich ist aber die Krönung von alle dem. Nachdem wir bestimmt eine Stunde gewartet haben kamen wir rein. Es wird schwierig in meinen Leben etwas dergleichen prachtvolles wiederzufinden. Freskos, Bilder von Heiligen und Bibelszenen. Statuen von Päpsten und hin und wieder Texte, für die Ewigkeit die von alten Heiligen und tugendhaften Päpsten berichten (soviel Latein konnte ich auch noch aufbringen). Und immer wieder die gleiche Abkürzung P.F. Pontifex Maximus.
In den Dom war ich eher angewidert von der Zustellung an Reichtum doch nun zurückbetrachtend war es wirklich ehrfurchtgebietend. Johannes und ich schauten uns aus Jux und Tollerei auch mal die dortige Messe an die gerade abgehalten wurde. Nicht das wir was verstanden hätten, wenn es nicht italienisch war, war es Latein. Die Kleidung der Priester oder der höheren klerikalen Würdenträger ist ziemlich witzig, sie mit ihren violetten oder weißen Bademänteln.
Ganz vorne war auch eine Skulptur, von der ich leider kein Bild habe (Ich wollte nicht fotografieren während der Messe). Ich werde sie aber so schnell nicht vergessen: Vier Männer, jeder an einem Eck, stehen neben einen Thron, etwas verkündend, vielleicht auch schmerzhaft. Hinter ihnen steigt eine goldene Wolke auf von Engeln umgeben. Lichtstrahlen umgeben die nach oben formende Wolke und in der Mitte, goldenes Glas, in dessen Mitte sich ein Taube, anscheinend der Heilige Geist, befindet.
Die Wolke und die Lichtstrahlen, sowie die ganzen Engel sind komplett vergoldet.
https://de.wikipedia.org/wiki/Cathedra_Petri_(Kunstwerk)
Krasses Ding. Also wirklich, vor allem das Fenster, die Taube erfüllt mich mit… Ehrfurcht. Als ob ich etwas Größeres sehe. Es ist ähnlich mit dem Gefühl was ich empfand als ich in China in einen buddhistischen Tempel eintrat und vor mir ein 6 Meter hoher Buddha mich anlächelte, selig ob seiner Besitzlosigkeit. Als ob es mehr geben müsste. Ehrfurcht, vor dem Leben. Ehrfurcht in Lieben. Wenn ich länger darüber nachdenke könnte ich fast in Tränen ausbrechen.

Naja danach gibt es eigentlich auch nicht mehr viel zu sagen. Wir wanderten noch durch einen Park und aßen am Abend Pizza.
Sehr gut Luigi!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.